Feierabendliche Internetbeschallung. Dazu Klänge von Marusha. Keine musikalischen, sondern polschi… polistisch… polititzirt… na hier, Marusha… sag mal schnell, du kennst dich doch aus!

Die alte Dame der deutschen elektronischen Auflegetechnik hat etwas über die Kanzlerin gesagt. Nicht erzählt, denn das setzt ja voraus dass man in groben Zügen weiß, was man da von sich gibt. Wenn man sich also mit „Angela Merkel lässt mich nachts ruhig schlafen.“ zitieren lässt, muss die eigene Intelligenz nicht nur stark Schlagseite haben, sondern bereits drei mal fröhlich um die eigene Achse gekentert sein. Es sei denn, „Die Welt“ hat hier etwas falsch interpretiert und der Teddy der guten Frau heisst „Angela Merkel“. Achsoooo, na dann. Und wer ist eigentlich die Zielgruppe? Das Jahr 1993? Selbst Wikipedia muss erstmal googeln, wer Marusha ist.

Worauf will ich hinaus? Folgendes: Wie weit ist das erkaufte politisches Bekenntnis eines C-Promis eigentlich von einem drei-minütigen wohlmeinenden Husten Helmut Schmidts in Richtung seiner SPD entfernt? Was sagt das aus? Was soll das in mir bewegen? Diese Aufmerksamkeitsstrategien sind doch verbraucht und so abgenutzt, dass jede Alltersgruppe nur noch darüber schmunzelt. Was wird denn dadurch erreicht, Marusha so etwas sagen zu lassen außer Spott herbeizuführen? Ich bin mir nicht sicher, ob da Dummheit oder Berechnung dahinter steckt. Beides macht mir jedenfalls Angst und nimmt mir wiedermal die Lust an politischer Partizipation.

Naja, nur so ein Gedanke. Ich bin ja Bürger, ich darf nachdenken.

Auch über Blödsinn.

Advertisements