Archive für den Monat: Februar, 2013

Schon mal beim Frisör gewesen? Ich offensichtlich nicht. Bei mir schneidet das Mama, leider. Meine mir durch diesen Umstand antrainierten Haargelskillz verdecken mittlerweile Mutters Krater und Lücken so fantastisch, dass selbst die US Airforce regelmäßig anfragt, ob ich denn ihre Tarnkappenbomber mit Got2b Gel Kleber unsichtbar machen könnte. Frisörinnen jedoch, rammen sich schon ihre Schere in die Schläfen, wenn ich auch nur an ihrem Arbeitsplatz vorbeilaufe. Und sie haben Recht. Was Mutter alle 4 Wochen mit meinem Haupthaar veranstaltet, lässt einen manch Kriegsverbrechen mit Schulterzucken abtun. Man sollte ja meinen, dass man in 2 cm langes Haar keine 3 cm tiefen Ecken rein bekommt aber neiiiiiiiiiiin! Schaut euch meine Mutter an! Sie und ihre Schere spucken der Physik ins Gesicht!
Das einzige, was mein Haupthaar vermutlich noch retten könnte, ist ein Lord Eddard Stark Haarschnitt. Oder ein gescheiter Frisör. Da ich aber auf meiner Suche nach einem Haarschnitt meist nur auf Menschen treffe, deren IQ es nicht einmal erlauben sollte, einen Eimer Wasser richtig herum zu halten, laufe ich immer wieder weinend zu Mama und ihrem Folteretui mit Schere und Haarschneidemaschine. Diese Schere ist so unfassbar stumpf, dass sie selbst an Zigarettenrauch scheitern würde. Und die Haarschneidemaschine? Ich weiß jetzt nicht, ob es historische Aufzeichnungen gibt in denen die feudalen Lehnsherren, welchen vermutlich schon mit diesem Krüppel der Feinmechanik die Köpfe geschoren wurden, über ihre Erlebnisse berichten. Ich mag sie nicht. Sie ist laut und beisst mehr als dass sie schert. Alles was ich möchte, ist ein vernünftiger Haarschnitt der nicht danach aussieht, als hätte Mama oder Mandy aus Wurzen ihn verbrochen.

Ich muss aufhören. General Mark A. Welsh ruft an.

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Ich bin eifersüchtig auf euer Leben. Ich sehe weder eure Probleme noch eure Sorgen. Nee, ich sehe eure Freunde, euren Erfolg und den Spaß den ihr habt. Vor lauter Mißgunst und Unzufriedenheit kann ich kaum noch etwas sehen. Ich krempel mein Leben um wie Socken und schmeiß es doch nur wieder in den Wäschekorb. Ich kann nicht einfach stehen bleiben und innehalten weil mein Kopf die Fresse nicht halten kann. Man sollte doch meinen, dass ein helles Köpfchen wie ich etwas Selbstdisziplin an den Tag legen kann. Monsieur Hinterkopf weiß ja, dass nur positiver Lebenswandel daraus entstehen würde und trotzdem oder gerade deswegen bekomm ich das nicht hin. Nein, ich suche Lösungen in alkoholischen Lösungen.